Krankenkassenvergleich – Aktueller Vergleich für die Schweiz

Wo Versicherungsnehmer beheimatet sind, ist im Grunde gänzlich unbedeutend. Verbraucherschützer in der Schweiz raten ebenso dringend wie ihre deutschen Kolleginnen und Kollegen, niemals über viele Jahre derselben Versicherungsgesellschaft und demselben Tarifmodell die Treue zu halten. Zumindest nicht, ohne regelmäßig am Markt nach möglichen besseren Alternativen zu suchen. Die Branche befindet sich in einem ständigen Wandel, immer mehr neue Tarife entstehen.

Regelmäßig bedeutet: Mindestens einmal pro Jahr sollten Sie Ihren Vertrag und alle inkludierten Leistungen auf den Prüfstand stellen und einen Krankenkassenvergleich vornehmen. Etliche Fragen können dabei als Ausgangspunkt dienen.

Einige Fragestellungen schon an dieser früher Stelle zum Krankenkassenvergleich:

  • Steigt die Versicherungsprämie für meinen Tarif zum nächsten Jahr?
  • Zahle ich für Extra-Leistungen, die gar nicht in Anspruch genommen werden?
  • Wird die Krankenkasse ihren Leistungskatalog zum Tarif zukünftig ändern?
  • Habe ich Bedarf an besonderen Leistungen, die mein Versicherer nicht anbietet?
  • Welche Zuschüsse zu Sonderleistungen bietet welche Krankenkasse?

Es sind oftmals Extraleistungen, die nach einem ausführlichen Krankenkassenvergleich dafür sprechen die Krankenkasse zu wechseln. Zuzahlungen oder vollständige Kostenübernahmen für naturheilkundliche Leistungen und ähnliches sind mitunter für manchen Versicherten ein Wechselargument. Bevor Sie sich vielleicht erstmals mit einem Vergleich befassen, sollten Sie wissen, was es mit der „Aufnahmepflicht“. Mit dieser Vorgabe hat der Gesetzgeber für seine Bürgerinnen und Bürger dafür gesorgt, dass Versicherer nicht den Antrag auf Aufnahme verweigern dürfen. Wie es um den gesundheitlichen Zustand der Antragsteller steht, darf ebenso wenig eine Rolle spielen wie das Alter der Person oder ihr Alter. Relevant ist allerdings das geographische Tätigkeitsgebiet, in dem die Versicherung zuständig ist.

Gesundheitsstatus hat keine Bedeutung für den Vertragsabschluss

Chronische Vorerkrankungen, eine aktuelle Schwangerschaft oder derzeitige Akutleiden sowie alle anderen Gesundheitsfragen dürfen von Seite der Krankenkassen zwar theoretisch gestellt werden.  Sie müssen aber nicht beantwortet werden und haben keinen Einfluss auf das Zustandekommen des gewünschten Versicherungsvertrags. Ergo: Die Fragen sind obsolet und irrelevant.

Diese rechtliche Aufnahmepflicht stellt im Krankenkassenvergleich einen wesentlichen Unterschied zu den Zusatzversicherungen dar. Bei diesen sind Gesundheitsfragen generell üblich, auch Ablehnungen oder deutlich höhere Versicherungsprämien bei entsprechender medizinischer Vorgeschichte sind denkbar.

Für den Krankenkassenvergleich sind Vorerkrankungen nicht relevant.

Warum ist die Krankenkassenprämie für den Vergleich wichtig?

Staat veröffentlicht einmal jährlich aktuelle Prämienanpassungen

Alljährlich gibt das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Krankenkassenprämien für das Folgejahr bekannt. Im Jahr 2018 zum Beispiel publizierte die Behörde einen Anstieg der Prämien um 4,00 %. Für den Nachwuchs stieg die Prämie sogar um 5,00 %. Konsumenten können die tatsächlichen Prämien im Krankenkassenvergleich einander gegenüberstellen und die verschiedenen Standard- und Extra-Leistungen berücksichtigen lassen. Die behördlichen Ankündigungen beziehen sich jeweils nur auf die Standardmodelle der Krankenversicherung, die mit einer Franchise von 300 Franken ausgestattet sind.

Bei anderen Franchisen über diese Summe hinaus wie auch bei Alternativmodellen der Krankenkassen, die noch weiter unten zur Sprache kommen werden, müssen sich Konsumenten bei jeder Änderung auf zum Teil erheblich höhere Prämienaufschläge einstellen. Nicht zu wechseln, führt also zu vermeidbaren Mehrbelastungen für’s Haushaltsbudget.

Wissenswert – die Höhe der Franchise hat Einfluss auf die Prämienhöhe

Um den Vergleich als Laie richtig zu nutzen, gilt es den Begriff der „Franchise“ zu kennen. Das System der Schweiz wählt nämlich bei der Kostenverteilung für Behandlungen einen anderen Weg als beispielsweise das Nachbarland Deutschland. Das Schweizerische

Krankenversicherungsgesetz – genauer gesagt KVG Art. 64 – schreibt vor, dass Versicherte teilweise an Arztkosten sowie den Ausgaben für Medikamente oder Spitalaufenhalte beteiligt werden. Das Konzept der Franchise wird an anderer Stelle noch präziser durchleuchtet. Gesagt sei aber: Standardmäßig wird eine einmalige Franchise von 300 Franken pro Kalenderjahr und erwachsenem Versicherten angesetzt. Kinder sind von der Regelung ausgenommen, weiterhin gibt es unter anderem für Behandlungen nach Unfällen sowie für Schwangere Sonderregelungen, die im Krankenkassenvergleich gezielt als Kostenfaktor abgefragt werden.

Achtung
Ist die Franchise aufgebraucht, zahlen Versicherte einen Selbstbehalt von 10 %!

Versicherte können Franchise-Höhe meist selbst festlegen

Die Franchise ist als nur eine Form der Kostenbeteiligung, die das Schweizer Krankenkassensystem auszeichnet. Neben der Standard-Franchise offerieren viele Versicherer noch einige andere Franchiseklassen – die schon erwähnten Wahlfranchisen. Durch einen Wechsel in eine höhere Klasse können Sie als Versicherter vielerorts einen Rabatt auf Ihre Prämie erreichen. Dies kann, muss sich aber nicht zwingend rechnen. Der Krankenkassenvergleich bringt auch in diesem Punkt schnell Klarheit.

Die Wahlfranchisen sind jedenfalls eine Option, um selbst Einfluss auf die jährliche Gesamtprämie zu nehmen. Teils können Versicherte den Anteil deutlich reduzieren (auch ein Verzicht ist bei höheren Prämien möglich) oder in einigen Fällen sogar auf einen vierstelligen Betrag anheben, um so erhebliche Prämiensenkungen zu erreichen. Inwieweit sich diese Korrekturen lohnen, ist eine individuelle Frage und hängt nicht zuletzt von der Häufigkeit von Arztbesuchen und regelmäßigem Behandlungsbedarf ab.

Verschiedene Modelle der Grundversicherung stehen zur Wahl

Modell 1 – die Standard-Grundversicherung

Das Schweizer Krankenkassensystem arbeitet bekanntlich nicht nur mit einer Standard-Franchise, zugleich gibt es eine Standard-Grundversicherung. Sie bildet genau genommen das ursprüngliche Grundgerüst. „Standard“ bedeutet letztlich, dass Versicherte eigenständig entscheiden, wann sie zum Arzt gehen. Auch zu welchem Arzt Sie gehen, bestimmen Sie selbst. Gleiches gilt Besuche im Spital. Diese Wahlfreiheit aber schlägt durchschnittlich mit den höchsten Versicherungsprämien zu Buche.

Modell 2 – die HMO-Grundversicherung

Gleiches gilt weiterhin für die Alternativmodelle für die medizinische Versorgung. Sie können auf die freie Wahl Ihres Arztes verzichten? Dann könnte das System der „Health Maintenance Organization“ -(Gesundheitserhaltungsorganisation) eine günstigere Variante sein, die in Ihrem Krankenkassenvergleich das Rennen macht. Innerhalb des HMO-Systems, an das zahlreiche Ärzte in der Schweiz angeschlossen sind, können Versicherte im Falle einer auftretenden Erkrankung teilnehmende Mediziner beziehungsweise Behandlungszentren aufsuchen, in denen verschiedene Facharztrichtungen in einer Praxis zusammenarbeiten. Auch dies senkt die Systemkosten und erlaubt eine schnellere Behandlung. Einen festen Hausarzt, der die konstante Versorgung übernimmt, ist in diesem Versicherungsansatz nicht vorgesehen.

Wer am System teilnimmt, darf auf einen erheblichen Prämienrabatt hoffen – um bis zu 25 Prozent geringere Prämien sind laut Vergleich realistisch.

Modell 3 – die Hausarzt-Grundversicherung

Dem Modell der HMO-basierten Krankenversicherung gegenübersteht steht hingegen ein echtes Hausarztmodell. Statt bei Beschwerden direkt einen Facharzt aufzusuchen, wenden sich Versicherte in diesem Fall im ersten Schritt an einen von der Krankenkasse gelisteten Allgemeinmediziner. Das System hat freilich das Ziel, kostspielige Facharztbehandlungen einzugrenzen.

→ Die potentielle Ersparnis für Versicherungsnehmer: bis 15 % pro Kalenderjahr!

Die Listen der Krankenkassen umfassen natürlich eine Reihe von Allgemeinmedizinern in der jeweiligen Region, in der Sie zu Hause sind. Eine gewisse Auswahl ist somit in allen Gegenden der Schweiz gegeben. Ob der bisherige Hausarzt Teil des Systems ist, sollte selbstverständlich vor dem Wechsel geprüft werden. Einige Kassen erlauben diesbezüglich eine vollkommen freie Hausarzt-Auswahl. Diese Entscheidung ist dann aber vorerst bindend, sodass ein Arztwechsel nicht jederzeit möglich ist. Die Festlegung kann Ihnen erfreuliche Rabatte bei den Krankenkassenprämien bringen.

Modell 4 – Tarife nach dem Telmed-System

Nicht nur in der Schweiz wird seit Jahren über einen Alternativansatz zum Arztbesuch in der Praxis diskutiert. Im Schweizer System hat sich mit dem „Telmed“-Modell bereits eine Variante durchgesetzt. Wenn Sie auf den Arztbesuch vor Ort verzichten können, können Sie durch die Teilnahme am Modell zur telefonischen Gesundheitsberatung pro Jahr bis 15 % Ihrer Prämien für die Krankenversicherung einsparen, wie der Krankenkassenvergleich zeigt. Für den Ernstfall ist dieser Ansatz selbstredend keine Alternative zum Besuch beim Experten. Jedoch wenden sich Telmed-Versicherte vor dem Gang in die Praxis zunächst an eine spezielle Beratungshotline.

Nach Rücksprache mit einem Mitarbeiter wird dann geprüft, welches weitere Vorgehen angemessen ist. Kommen die Experten zu dem Ergebnis, dass ein Arztbesuch unerlässlich ist, erhalten Anrufer Hilfestellung bei der Suche nach einem passenden Mediziner in der jeweiligen Region der Versicherten.

Hintergrundinformation
→ Natürlich sind die Hotlines rund um die Uhr besetzt, sie helfen Versichern auch bei der Suche nach einem Spezialisten, wenn eine Behandlung nach erster Befragung unausweichlich ist.

Krankenkassenvergleich erlaubt individuelle Tarifauswahl

Angesichts dessen, dass Versicherer ihre Beiträge im Grunde jederzeit korrigieren dürfen und zugleich Extraleistungen einführen oder streichen können, raten Experten immer wieder zum Krankenkassenvergleich. Nur so stellen Sie sicher, dass Sie den bestmöglichen günstigen Versicherungsschutz für Ihre Situation verwenden. Eine Veränderung der gesundheitlichen Umstände spricht dabei ebenfalls für regelmäßige Bestandsaufnahmen, um zügig Anpassungen und Wechsel in Angriff zu nehmen. Schließlich können Versicherte in der Schweiz auch unterjährig einen Wechsel der Krankenversicherung vornehmen. Die bereits gezahlten Franchisen werden anteilig zwischen der alten und neuen Kasse verrechnet.

Was spricht nun für den Krankenkassenvergleich?

Es gibt vermutlich niemanden, der freiwillig für identische Leistungen deutlich mehr als nötig zahlen möchte. Doch genau dies tun Versicherte, die sich entspannt zurück lehnen und auf einen Vergleich der Krankenkassen verzichten. Ohne die Grundversicherung geht es für Personen mit einem Schweizer Wohnsitz nicht, denn der Versicherungsschutz ist obligatorisch.

Auch den Leistungsspielraum gibt der Gesetzgeber sehr genau vor. Ein Wechsel kann also in diesem Zusammenhang nicht überraschend zu Leistungsabstrichen führen. Setzen Versicherungsgesellschaften hingegen auf verschiedene Extras als Lockmittel, so gibt es diese Zusatzleistungen beim neuen Anbieter vielleicht nicht.

Generell aber könnten Versicherte in der Schweiz laut Krankenkassenvergleich im Einzelfall die Jahresprämien um eine vierstellige Summe reduzieren. Wer hat schon mehrere tausend Franken zu verschenken? Zumal der Vergleich der Krankenkassen in wenigen Minuten erledigt ist. Alle Angebote zur verpflichtenden Grundversicherung sind unverbindlich, können bei entsprechender Eignung zum verbindlichen Neuantrag führen. Und dieser wiederum darf nicht zu einer Ablehnung durch Versicherer führen.

Bei gleichen Leistungen ermöglicht der Krankenkassenvergleich zu sparen.

Besonders wichtig für den Vergleich – Ihr Kanton

Es gibt nicht nur Krankenversicherungen, die im ganzen Land verfügbar sind. Einige Versicherer sind lediglich regional tätig. Deshalb sollten Sie im Vergleich unbedingt darauf achten, dass die Anbieter interessanter Versicherungen tatsächlich in dem Kanton tätig sind, in dem Sie gemeldet sind.  Der Krankenkassenvergleich präsentiert jederzeit die aktuelle Übersicht der Versicherer, die für Sie infrage kommen. Eine wichtige Erkenntnis: Ähnlich wie in anderen europäischen Staaten bringen es auch in der Schweiz die größten Krankenkassen auf einen Löwenanteil am Markt. Beinahe 90 Prozent Marktanteil gehen hier auf das Konto der neun größten Kassen der Schweiz. Je nach Wechselbereitschaft der Versicherten schwankt dieser Anteil natürlich etwas von Jahr zu Jahr.

Schweizer Krankenversicherte sind weiterhin eher „wechselfaul“

Bedenklich ist jedenfalls, dass Statistiken zufolge mehr als jeder zweite Versicherungsnehmer in der Schweiz keinen Gebrauch vom Recht zum Wechsel der Krankenversicherung macht und so das mitunter enorme Sparpotential ungenutzt lässt. Wichtig für einen effizienten Krankenkassenwechsel  ist das Einbeziehen aller Versicherungsoptionen und -tarife.

Der Grund: Die Versicherer sind zwar per Gesetz gezwungen, ein Tarifmodell für die Grundversicherung anzubieten. Sie offerieren in aller Regel aber noch weitere Modelle. Erst durch das Einbinden aller Optionen werden Sie beim ihrer Krankenkassenprämie 2018 das volle Potenzial des Wechsels ausschöpfen können. Spätestens wenn Versicherte von der Krankenkasse mit dem Hinweis auf steigende Prämien (Stichwort „Prämienbrief“, der in vielen Fällen postalisch, zunehmend aber auch digital zugestellt wird) fürs nächste Kalenderjahr informiert werden.

Letztlich aber wissen Versicherungskunden ohnehin, dass jedes Jahr erneute Anpassungen ins Haus stehen können. Wer sich auf diese Momente gut vorbereitet, kann rechtzeitig und sicher reagieren. Schließlich gibt es einen klaren Termin für die spätest mögliche Kündigung der Krankenversicherung.

Wann sollte der Wechsel angemeldet werden?

Wie in Deutschland ist der 30.11. (oder der letzte Arbeitstag im November) eines jeden Jahres der klassische Stichtag für einen Wechsel pünktlich zum Jahreswechsel am 31.12. Das Schreiben zur Kündigung muss zu diesem Tag – idealerweise als eingeschriebener Brief – beim Versicherer eingehen. In diesem Fall bezieht sich die Fristgebung auf den alleinigen Wechselwunsch ohne eine notwendige Änderung der Prämie im nächsten Jahr. Auch eine Kündigung zum 30. Juni ist unter Umständen möglich. Dann aber müssen Versicherte eine dreimonatige Kündigungsfrist zum 31.03. (oder dem letzten Arbeitstag im März) einhalten. Auch hier gilt der Eingang des Kündigungsschreibens bei der Krankenkasse.

Wichtig
Diese unterjährige Wechseloption bezieht sich einzig und allein auf die Standard-Grundversicherung! Bei Erwachsenen greift die Regelung außerdem nur bei einer Franchise in Höhe von 300 Franken. Die alternativen Versicherungsmodelle aus dem Krankenkassenvergleich sowie Tarife mit höheren/niedrigen Franchisen erlauben den Kassenwechsel ausschließlich zum Ende des laufenden Kalenderjahrs!

Bei Prämienanhebungen außerordentlich kündigen

Kommt es zu Korrekturen der Konditionen während des Versicherungsjahrs, entsteht Versicherten ein Sonderkündigungsrecht, sodass die schon erwähnte unterjährige Kündigung samt Wechsel ermöglicht wird. Gemeint ist damit ein Prämienaufschlag zur Jahresmitte, der keineswegs unüblich ist. Dies zeigt der Krankenkassenvergleich immer wieder recht deutlich. Kommt es zu einem solchen Aufschlag auf die bisherige Versicherungsprämie, verlangt der Gesetzgeber eine entsprechende Meldung durch die Krankenkassen an ihre Beitragszahler. Versicherte haben bei einem solchen Szenario das Recht zur Kündigung bis 31.05. und zum Wechsel zum 1. Juli des Kalenderjahrs. Mehr zur Kündigung Ihrer Krankenkasse erfahren Sie bei uns unter Krankenkasse kündigen.

Regelleistungen gelten bei allen Grundversicherungen

Eines ist beim Wechsel der Krankenkassen-Grundversicherung grundsätzlich ausgeschlossen: Eine Verschlechterung bezüglich der Leistungen ist nicht zu befürchten, eben weil der Schweizer Staat im Gesetz ausdrücklich vorschreibt, für welche Leistungen die Krankenkassen zahlen müssen. Was über diesen Regelkatalog hinaus geht, kann hingegen neben der Prämie für einen Wechsel des Versicherers sprechen.

Wichtige Daten für einen unverbindlichen Krankenkassenvergleich sind:

  • die Zahl der Personen, für die eine Versicherung gesucht wird
  • die Art des gewünschten Versicherungsmodells
  • der Name der bisherigen Krankenkasse
  • der Wohnort samt Postleitzahl
  • die Frage, ob es einen Vorversicherer gibt
  • das Alter der zu versichernden Personen
  • die Franchise
Krankenkassenvergleich Daten
Für den Krankenkassenvergleich sind Daten wie Wohnort, Name der bisherigen Krankenkasse, Alter der Versicherten und die Franchise wichtig.

Ein weiteres wichtiges Detail ist die sogenannte Unfalldeckung. Sie ist für alle Versicherungsnehmer wichtig, die wöchentlich wenigstens acht Stunden für einen Arbeitgeber tätig sind. Denn dieser muss in diesem Fall eine Unfallversicherung für Arbeitnehmer abschließen. Der Verzicht auf die Unfalldeckung als Teil der Grundversicherung lässt die Prämien sinken. Existiert keine Unfallversicherung, ist der Vertragsabschluss mit Unfalldeckung obligatorisch.

Franchise-Höhe sollte zum Versicherungsnehmer passen

Und natürlich nimmt die gewünschte Franchise eine zentrale Position im Krankenkassenvergleich ein. Welchen Beitrag Versicherte selbst bei den Heilungskosten zu leisten bereit sind, hat Auswirkungen auf die Jahresprämie. Die Franchise bezieht sich dabei stets auf ein gesamtes Jahr. Für Kinder entfällt die jährliche Pauschale, sie kann auf Wunsch und im Sinne reduzierter Versicherungsprämien auf bis zu 600 Franken angesetzt werden. Bei Erwachsenen Versicherten liegt die Obergrenze bei derzeit 2.500 Franken. Versicherer arbeiten mit verschiedenen Franchiseklassen, innerhalb derer Sie sich beim Krankenkassenvergleich orientieren können. Je höher der Eigenanteil, desto besser stehen die Chancen auf Rabatte bei den Prämien. Für Versicherungsnehmer, die aufgrund möglicher Erkrankungen mit hohen jährlichen Heilungskosten rechnen, ist die obligatorische Franchise meist die beste Entscheidung.

Wann gibt es keinen Vorversicherer?

Was die Frage nach einem möglichen Vorversicherer angeht, gibt es wegen der Versicherungspflicht im Prinzip nur zwei Situationen, in denen Sie im Krankenkassenvergleich angeben, dass es keinen solchen Anbieter gibt. Im ersten Fall geht es dann um den Versicherungsschutz für ein Neugeborenes; im zweiten um Neubürger der Schweiz, die erstmals eine Grundversicherung einer Schweizer Krankenkasse benötigen.

Abschließende Fakten zur Tarif-Auswahl im Vergleich der Krankenkassen

Abschließend fassen wir nochmals die vier Versicherungsmodelle zusammen, die im Krankenvergleich als Suchkriterium zugrunde gelegt werden können. Dabei sollten Sie wissen, dass auch mehrere Varianten infrage kommen – je nachdem, auf welche Art der medizinischen Betreuung Sie Wert legen.

  1. Standard-Grundversicherung
  2. Hausarzt-Variante
  3. HMO-Modell
  4. TelMed-Angebote

Wer sich als Versicherungsnehmer eine klare Obergrenze für die Krankenkasse gesetzt hat und vermutlich selten den Arzt konsultieren wird, kann durch den Ausschluss der Grundversicherung einiges einsparen und stattdessen ein Angebot aus einem Bereich anzeigen lassen und dann eine Auswahl treffen. Keine Alternative zur Standard-Versicherung gibt es für Patienten, die jederzeit frei über den Arzt entscheiden möchten.

Tatsächlich entscheiden sich immer weniger Versicherte in der Schweiz für das Standardmodell – etwas mehr als ein Drittel bevorzugt nur noch diesen Ansatz im Krankenkassenvergleich. Dies liegt fraglos in erster Linie an den Prämien, denn Policen dieser Sparte sind im Regelfall von den höchsten Kosten geprägt. Dementsprechend sprechen sich mittlerweile fast zwei Drittel für die alternativen Modelle, die mit kundenfreundlicheren Prämien im Vergleich hervortun.

Bei Rabatten von bis zu einem Viertel im Direktvergleich mit den Standardmodellen ist der Schritt durchaus nachvollziehbar. Zumal die Einschränkungen mit Blick auf die freie Arztwahl ihrerseits gewisse Grenzen haben.

Ausnahmen

Ausnahmen von den Vorgaben gibt es beispielsweise bei

  • Augenarztkontrollen
  • der Wahl der Frauenärztin/des Frauenarztes
  • bei Notfällen

Die genannten vier Modelle der Krankenversicherung sind gängig. Doch auch die Schweizer Versicherungsbranche lässt sich von Zeit zu Zeit etwas Neues einfallen.

Sondermodell – Apotheken-Grundversicherung

In den vergangenen Jahren tauchten im Krankenkassenvergleich teilweise noch andere Modelle mit Bezug zur Apotheken-Auswahl auf. Diese Policen beziehen sich darauf, dass Versicherungsnehmer nur bestimmte Apotheken aufsuchen, wenn sie verschreibungspflichtige Medikamente beziehen müssen. Die Kooperation mit Partnerapotheken bezieht sich aber nicht nur auf Medikamente.  Bevor Sie als Versicherte/r einen Arzt aufsuchen, halten Sie Rücksprache mit dem Apotheker vor Ort – im Falle kleinerer ungefährlicher Beschwerden ist das Modell praktikabel. In den beteiligten Apotheken wird dann gemeinsam mit dem Patienten entschieden, ob eine Überweisung an einen Arzt oder ein Spital notwendig ist. Auch bei Versicherungen dieser Art setzen die Anbieter auf eine Hotline. Die Mitarbeiter dort stehen außerhalb der normalen Apotheken-Öffnungszeiten bei Erkrankungen, Beschwerden und Symptomen Rede und Antwort und helfen bei der Planung des weiteren Vorgehens.

Wir fassen zum Krankenkassenvergleich zusammen

  • Wer eine neue Krankenkasse sucht oder zumindest mit dem Gedanken an einen Wechsel spielt, sollte für den objektiven Krankenkassenvergleich wissen, auf welche Dinge Wert gelegt werden.
  • Für Menschen ohne Vorerkrankungen bis zum mittleren Alter sind die Telmed-Modell oder HMO-Angebote oft eine günstige Möglichkeit für den Versicherungsschutz.
  • Die Hausarzt-Modelle sprechen hingegen all jene an, die höchstwahrscheinlich eine regelmäßige Betreuung benötigen.
  • Für Versicherte, die in allen Punkten frei entscheiden können, sind die Standard-Grundversicherungen das Mittel der Wahl.
  • Vermeintlich deutlich höhere Prämien können in diesem Fall immer noch durch höhere Franchise-Leistungen eingegrenzt werden.
  • Die Krankenkassenprämien an sich verdienen eine eigenständige Analyse an anderer Stelle.

Haben Sie alle Parameter (inklusive der Daten aller weiteren Personen im Haushalt!) richtig eingegeben, führt der Krankenkassenvergleich schnell zur einer ersten Vorauswahl interessanter Tarifmodelle. Auch bei Zusatzversicherungen wie einer Zahnzusatzversicherung oder Policen für die Kostenübernahme bei Heilpraktikerleistungen und ähnlichen Maßnahmen sollten Sie niemals auf einen Vergleich der Konditionen verzichten. Schließlich geht es nicht allein ums Geld, sondern immer auch um Ihre Gesundheit! Wie Sie die Krankenkassen korrekt wechseln, erfahren Sie an anderer Stelle mit allen wichtigen Tipps und Fristen.

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